„Zusammenfassungen helfen mir beim Lernen"

© Die PTA in der Apotheke

Lisa Scheidet steht kurz vor dem ersten Prüfungsabschnitt der PTA-Prüfung. Sie ist bereits PKA. Wir wollten von ihr unter anderem wissen, ob ihr das bei der Ausbildung geholfen hat und wie sie sich auf das Examen vorbereitet.

Wie geht es Ihnen so kurz vor der Prüfung. Sind Sie schon aufgeregt und wie ist die Stimmung in der Klasse?

Es waren zwei anstrengende Jahre und jetzt kurz vor der Zielgeraden haben sich auf jeden Fall Bauchkribbeln und Aufregung eingeschlichen. In unserer Klasse lassen wir uns aber von der bevorstehenden Zeit nicht die Laune verderben. Trotzdem liegt eine Anspannung in der Luft, jeder will jetzt sein Bestes geben und den ersten Prüfungsabschnitt bestehen. 

Wie klappt es mit dem Lernen? Wann haben Sie angefangen?

Mit meinen Examensvorbereitungen habe ich in den letzten Weihnachtsferien begonnen. Für die examensrelevanten Fächer habe ich die bis dahin geschriebenen Klausuren nochmal durchgearbeitet und mir Lernzettel geschrieben. Ich hatte mir schon vorher vor jeder Klausur Zusammenfassungen geschrieben, die mir jetzt beim Lernen gut helfen. Richtig intensiv habe ich an dem Tag mit Lernen angefangen, als die Examenstermine bekannt gegeben wurden. Das war der 30. Mai. Da wurde es ernst. Von einem auf den anderen Moment wurde mir klar, dass es jetzt losgeht und ich saß über meinen Bergen von beschriebenem Papier.

Sie sind bereits PKA. Hat Ihnen die Ausbildung zur PKA in der PTA-Schule geholfen?

Von meiner PKA-Ausbildung profitiere ich vor allem in den Fächern Apothekenpraxis, Medizinprodukte, Gesetzeskunde und auch das Taxieren in Mathe fällt mir leichter. In den zwei Jahren PTA-Schule sind mir viele Wirkstoffe sowie Fertigarzneimittelnamen im Fach Arzneimittelkunde begegnet, die ich durch das Arbeiten in der Apotheke bereits kannte. Das macht es leichter. Insgesamt kann ich schon sagen, dass mir die PKA-Ausbildung geholfen hat, aber es ist doch sehr viel neues Wissen hinzugekommen.

Welche Fächer haben Sie am liebsten? Wovor haben Sie in der Prüfung am meisten Angst?


Ein richtiges Lieblingsfach habe ich ehrlich gesagt nicht. Es kommt bei mir immer auf das Thema an. Es gibt Themen, die sehr interessant sind und sich gut lernen lassen, aber es gibt eben auch das Gegenteil. Mit dem Fach Physik konnte ich mich nie so richtig anfreunden.
Angst vor der Prüfung sollte man eigentlich nicht haben, nur Respekt. Und besonderen Respekt habe ich vor Arzneimittelkunde, da es ein sehr wichtiges und gleichzeitig so komplexes Fach ist.

Können Sie unseren Lesern einen Tipp fürs Lernen geben?

Mit Stichpunkten lässt sich aus meiner Sicht leichter lernen als mit den zusammenhängenden Texten aus den Skripten. Darum habe ich mir vor jeder bevorstehenden Klausur stichpunktartige Zusammenfassungen geschrieben. Ein weiterer Tipp: Da es doch immer viel Stoff ist, den man lernen muss, setze ich pro Seite meiner Zusammenfassungen eine halbe Stunde zum Lernen an, um mich nicht zu verzetteln. Wenn es schneller geht, ist das natürlich noch besser.

Wieso wollten Sie nicht PKA bleiben und haben sich stattdessen für eine weitere Ausbildung entschieden?

Die Ausbildung zur PKA war eine tolle Zeit und das Arbeiten hat mir großen Spaß gemacht. Nachdem die drei Jahre meiner Ausbildung dem Ende zugingen, habe ich überlegt, wie und ob ich überhaupt weiter machen soll. Ich war mir absolut nicht sicher, doch besonders dem Zuspruch meines damaligen Ausbildungsbetriebes, der Lotichius Apotheke in Schlüchtern, habe ich es zu verdanken, dass ich mich für die PTA-Ausbildung als meinen weiteren beruflichen Werdegang entschieden habe. Vor allem freue ich mich auf den Kundenkontakt, den ich während meiner PKA-Zeit überwiegend nur über das Telefon hatte.

Haben Sie zwischendurch mal daran gedacht, aufzuhören?

Nein, ans Aufhören habe ich nicht einmal gedacht. Was ich anfange, möchte ich auch zu Ende bringen! Natürlich gibt es Tage, an denen es einem nicht so gut geht. Dann sieht man, wie wichtig die Klassengemeinschaft ist. Sich gegenseitig aufbauen und motivieren gehört einfach mit dazu.

Fühlen Sie sich gut vorbereitet für das Praktikum in der Apotheke?

Ja, ich fühle mich gut vorbereitet und bin zuversichtlich, dass ich das Gelernte in der Praxis gut umsetzen kann. Im Fach Kommunikation haben wir in der PTA-Schule in unserer PTA-APOTHEKE fleißig Kundengespräche geübt. Zudem wurden wir in EDV, im Galenik- und im Chemie-Labor auf das Bearbeiten von Rezepten, das Herstellen von Rezepturen und das Prüfen der Ausgangsstoffe vorbereitet. Ich bin aber auch der Meinung, dass im anstehenden Praktikum erst durch „learning by doing“ die notwendige Berufserfahrung und die Sicherheit im Umgang mit dem Kunden entstehen kann. Und darauf freu‘ ich mich sehr.

Wo möchten Sie arbeiten, wenn Sie die Ausbildung abgeschlossen haben?

Mein Ziel ist es, als PTA wieder in einer öffentlichen Apotheke zu arbeiten. Besonders das Arbeiten im Team, das ich durch meine PKA-Ausbildung bereits kennengelernt habe, schätze ich sehr. Der Kundenkontakt und die Vielfältigkeit des Berufes der PTA in der Apotheke machen diesen Beruf für mich so interessant. Der Wunsch, in einer Apotheke zu arbeiten, stand nach einem zweiwöchigen Schulpraktikum fest.

Haben Sie sich schon für eine Apotheke entschieden, in der Sie Ihr Praktikum machen werden? Wie schwer ist es allgemein, eine Praktikums-Apotheke zu finden?

Ich wollte von Anfang an für das Praktikum in meine damalige Ausbildungsapotheke zurückkehren und ich freue mich sehr, dass mir dies von der Lotichius Apotheke ermöglicht wird. Im Großen und Ganzen gab es in unserer Klasse keine Probleme einen Praktikumsplatz zu finden. Viele Apotheken haben durch einen Aushang in unserer Schule sogar Stellen angeboten.

Den Artikel finden Sie auch in die PTA IN DER SCHULE 2016 ab Seite 40.

VITA

Lisa Scheidet begann im August 2011 nach der Mittleren Reife eine Ausbildung zur PKA in der Lotichius Apotheke in Schlüchtern. Direkt nach ihrem erfolgreichen Abschluss 2014 ging sie an die PTA-Schule in Frankfurt am Main, wo sie voraussichtlich im März 2017 den zweiten Prüfungsabschnitt absolvieren wird.

Anmerkung der Redaktion: Lisa Scheidet hat den ersten Prüfungsabschnitt inzwischen erfolgreich bestanden.

Das Interview führte Sabine Breuer

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